UNSER BETRIEB

TRADITION UND MODERNE

Die ursprünglich aus Bayern stammende Familie Theuringer wurde bereits im 18. Jahrhundert unter der Herrschaft Maria Theresias in Raasdorf angesiedelt. Am ursprünglichen Hof in Raasdorf Nr. 31 wurde seit damals immer Landwirtschaft betrieben. Auf einer Fläche von ca. 100 ha werden sowohl traditionelle Feldfrüchte, wie Getreide, Zuckerrüben und Karotten, als auch interessante neue Spezialgemüse kultiviert.

 

Eine besondere Idee, nämlich Artischocken in perfekter Qualität und Frische am österreichischen Markt anzubieten, entstand ursprünglich aus der Leidenschaft, im Garten mit seltenen, fast vergessenen oder hierzulande weniger bekannten Gemüsearten zu experimentieren. Die Artischocken fanden schnell Anklang und so wurde ihr Anbau vom Garten auf die Felder verlegt.
Mittlerweile wachsen auf fast 5 ha jedes Jahr 20.000 Pflanzen, deren Früchte von den Gourmets Österreichs zu Sommerbeginn schon sehnsüchtig erwartet werden.

© Niederösterreich Magazin/Daniel Gollner

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Über jemanden, der ein weiches Herz hat, sagt man in Frankreich, er habe ein Artischockenherz. In jedem Fall aber haben wir ein riesiges Herz für Artischocken.

EIN BLICK HINTER
DIE KULISSEN

SORTEN

Familie Theuringer verwendet für den Artischockenanbau Sorten, die für das Klima Österreichs geeignet sind. Die Kultur ist einjährig weil Artischocken nicht winterhart sind. Das Pflanzen erfolgt händisch von Ende April bis Mitte Mai. Auch die Ernte ist Handarbeit, dabei wird direkt am Feld nach vier verschiedenen Größen sortiert. Abhängig vom Wetter beginnt die Artischockensaison ca. Mitte Juli. Theoretisch wäre die Ernte bis zum ersten Frost möglich, wird aber meist Anfang bis Mitte Oktober beendet, um hohen Qualitätskriterien zu entsprechen.

HEU

Heu ist das, woraus sich später die Artischockenblüte entwickelt. Man findet es bei reifen Artischocken im Inneren der Knospe. Es handelt sich um ein fasriges, wolliges Gewebe, das man nicht essen kann und mt einem Messer oder Löffel herausschält. Wenn eine Artischocke überreif ist, ist der Heuanteil so groß, dass kaum etwas zum Essen übrigbleibt.

ARTISCHOCKENBODEN

Der verdickte Blütenboden der Artischocke ist das, worauf es Genießer - neben dem Herzen und den verdickten Innenseiten der Blattansätze - besonders abgesehen haben. Feinspitze hacken ihn einfach klein und streuen ihn, ähnlich wie Schnittlauch, als feinherben Belag auf ein Butterbrot - und zwar roh.

ARTISCHOCKENHERZ

Unter dem Herzen versteht man die innersten Blätter von jungen, frischen Artischocken und den Blütenboden. Anders als die äußeren Hüllblätter können sie nicht nur zum Teil, sondern im Ganzen gegessen werden. Sie sind gelblich und weich.

ARTISCHOCKENSTIEL

Auch die Stielansätze von Artischocken sind essbar. Man muss sich allerdngs die Mühe machen, recht viel von der äußeren Rinde wegzuschälen, bevor man zum essbaren Stielteil kommt, der in Geschmack und Konsistenz dem Artischockenboden ähnelt.

© Niederösterreich Magazin/Daniel Gollner

© Niederösterreich Magazin/Daniel Gollner